Sanierung

2014 ff: Innensanierung der Rohrbecker Kirche

Foto: Christel Waeder

Pünktlich zum Jubiläum 2013 wurden die neuen Chorfenster eingesetzt und feierlich von Bischof Dr. Markus Dröge in einem Festgottesdienst eingeweiht. Weitere Konzerte, das Dorffest, Filmvorführung und Arbeit an der Festschrift  ließen indes weder Raum noch Zeit für weitere Sanierungsvorbereitungen oder -arbeiten im Jubiläumsjahr.

Im Jahr 2014 konnte dann die Innensanierung in Angriff genommen werden.  Risse und Putzschäden in der Apsis und an den Wänden des Kirchenschiffs wurden mit viel Feingefühl für das alte Gemäuer behoben, die alten, größtenteils morschen Bodendielen unter dem Gestühl weitgehend ersetzt und das Gestühl aufgearbeitet.

Auch die Elektrik wurde gründlich modernisiert und für neue Pendelleuchten sowie Bankheizkörper vorbereitet. Diese sorgen nun auch in den hinteren Bnkreihen für Wärme in der kalten Jahreszeit.

Seit Sommer 2015 haben wir neue Pendelleuchten, die nach Bedarf nach oben oder unten oder in beide Richtungen strahlen. Sie haben den großen Vorteil, dass sie Licht geben, wo es gebraucht wird, aber der Kerzenschein der Wandleuchter und vom Kronleuchter nach wie vor zur Geltung kommt und eine warme Atmosphäre schafft.

In der Sakristei als ältester Teil der Kirche wurde ebenfalls das Mauerwerk restauriert und zur besseren Nutzung des Raumes ein Schrank eingebaut, in dem jetzt alle Utensilien für den Gottesdienst und andere Ereignisse untergebracht werden können.

Nicht restauriert wurden bislang Altar und Kanzel, die Sanierung der Empore steht noch bevor und eine neue Farbgebung des Innenraums ist auch geplant. Außerdem brauchen Taufengel und Kronleuchter eine sichere höhenverstellbare Aufhängung. So gibt es immer noch etwas zu tun, aber das Ziel der vollständigen Sanierung ist schon am Horizont erkennbar. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.

2012: Chorfensterwettbewerb in Rohrbeck ist entschieden

Ruth Baumann gestaltet Chorfenster der Rohrbecker Kirche

Die Künstlerin Ruth Baumann aus Berlin wird die Chorfenster der Rohrbecker Kirche neu gestalten. Das entschied die Jury des Wettbewerbs zur Gestaltung der Kirchenfenster in ihrer abschließenden Sitzung im März 2012. 

Ruth Baumann überzeugte die Jury mit ihrem zurückhaltenden und doch starken Entwurf. Transparente und gesandstrahlte, etwa fingerbreite Linien erwecken die Glasscheiben zum Leben. Die waagerechten Linien, von innen und außen aufgebracht, lassen ein plastisches Bild entstehen, das vielseitig deutbar ist. Es erinnert an eine Wasserfläche oder auch an Textzeilen. Die transparenten Linien vermitteln zwischen Innen und Außen, zwischen Gebet und äußerer Welt. Zwei großrahmige Pinselstrichlinien in gelb und orange verbinden alle drei Fenster und umrahmen den Altar, jedoch ohne sich zu treffen. Anfang und Ende sind nicht erkennbar.

5 Preisträger

Aus 91 eingereichten Entwürfen waren fünf Gestaltungsvorschläge in die engere Wahl gekommen. Neben Ruth Baumann hatten Ute Lindner und Teresa Mazuela aus Berlin, Andreas Hildebrandt aus Potsdam und Caroline Rüss aus Falkensee die mit einem Preis gewürdigten Arbeiten eingereicht.

Ihre Aufgabe war es, für die Chorfenster eine zeitgemäße Gestaltung zu finden, die gleichzeitig den barocken Altar im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit belassen.

Die Jury

Zur Jury gehörten acht Mitglieder: Die Künstlerin Monika Grzymala, Pfarrer Christhard-Georg Neubert, Kunstbeauftragter der Landeskirche, Pfarrerin Heike Benzin und Eva Dittmann-Hachen von der Kollegialen Leitung des Kirchenkreises Falkensee, Bauing. Ingo Dreger sowie drei Vertreterinnen des Gemeindekirchenrats, nämlich Dagmar Kurras, Christel Waeder und Elisabeth Fleisch.

Die künstlerische Leitung des Wettbewerbs hatte die renommierte Künstlerin Monika Grzymala aus Berlin. Sie hat schon im New Yorker Museum of Modern Art, in London, in Vancouver und vielen anderen Orten der Welt und vor kurzem in der Galerie Crone in Berlin ausgestellt. Dazwischen nahm sie sich Zeit für die Rohrbecker Kirchengemeinde und beriet den Gemeindekirchenrat unentgeltlich für den gesamten Prozess des Wettbewerbs. Mit ihr gemeinsam hatte der Gemeindekirchenrat und das Ing. Büro Dreger die Ausschreibung für den Wettbewerb entwickelt.

Elisabeth Fleisch, Mitglied des Gemeindekirchenrat Rohrbeck

Fotos: Dagmar Kurras

2010: Abschluss der Hüllensanierung

Schon im Oktober 2010 konnte die Hüllensanierung der Rohrbecker Kirche abgeschlossen werden. Nach der Abnahme des alten DDR-zeitlichen Putzes im Mai kamen Feldsteine, große Klosterziegel und kleine reichsformatige Backsteine zutage und ehemalige Fensteröffnungen aus dem Mittelalter zeichneten sich deutlich ab. Das bunt gemischte Mauerwerk zeugte von der wechselvollen Geschichte der Kirche, in der sie immer wieder umgebaut und erweitert wurde.

Das Mauerwerk musste an vielen Stellen ausgebessert und Risse geschlossen werden. Danach wurde die Fassade wieder vollständig verputzt und in denselben Farbabstufungen angestrichen wie der Turm. Auf diese Weise ist das Gotteshaus aus vielen optischen Einzelteilen wieder zu einer Einheit zusammen gewachsen. Auch die Türen haben einen passenden Anstrich bekommen.

Und nicht nur das Kirchengebäude strahlt in neuem Glanz, auch das Kirchhoftor ist erneuert und der Aufgang frisch gepflastert, selbst Beleuchtung gibt es inzwischen auf dem Weg zur Kirche - dank der Förderung durch die Kommune Dallgow.

Die Rohrbecker Kirchengemeinde und der Förderkreis Kirchensanierung Rohrbeck dankt allen Beteiligten und Unterstützern von ganzem Herzen. Sowohl den großzügigen Spendern und Förderern als auch den vielen engagierten Handwerkern und vor allem dem Ing.büro Ingo Dreger, das mit seiner Planung und Bauleitung für eine konsequente und zügige Sanierung gesorgt hat, sei herzlich gedankt.

2010: Der Engel ist wieder zu Hause

Der restaurierte Taufengel

Im Frühjahr 2010 kehrte der Taufengel frisch restauriert an seinen gewohnten Platz in der Kirche zurück und hat schon wieder vielen Täuflingen das Wasser gereicht.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Familie Baier aus Finkenkrug für die großzügige Spende und den Restauratoren  Matthias Schmerbach und Thoralf Herschel für die Ausführung der Arbeiten.

Möge der Taufengel viele weitere Taufen begleiten.

Finkenkruger Ehepaar spendierte Restaurierung

Zu Weihnachten 2009 erhielt die Kirchengemeinde Rohrbeck ein großes Geschenk. Das Ehepaar Baier aus Finkenkrug erklärte sich bereit, die fehlenden Mittel für die Restaurierung des Rohrbecker Taufengels zu spenden. Ihr Wunsch ist, dass der Engel ihren fünf Enkelkindern ein Schutzengel sein möge.

Die Rohrbecker Holzfigur stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 1780 und 1790. Sie ist im Gegensatz zu vielen anderen brandenburgischen Engeln noch recht gut erhalten, allerdings fehlten ihr ein Daumen und sieben Finger. Sie waren bei einem Sturz in den 50er Jahren abgebrochen. Inzwischen hat der Holzrestaurator Matthias Schmerbach in Falkensee sie nachgeschnitzt und angeleimt. Die Form der neuen Finger hat sich der Kunsthandwerker von dem kleinen Finger abgeguckt, der einzig noch erhalten war. Sein Kollege Thoralf Herschel hat den neuen Fingern die passende Farbfassung gegeben. Auch hat er Farbabplatzungen am Gewand und an den Flügeln ausgebessert.

1. Bauabschnitt

Im ersten Bauabschnitt 2009/2010 wurden Hölzer im Turmfachwerk ausgewechselt, die von Fäulnis befallen waren. Dazu gehörten die Eckstiele der Westwand und weitere Balken von wuchtigem Ausmaß.

Das Blendmauerwerk, das für den Austausch der Balken geöffnet werden musste, wurde anschließend wieder geschlossen und der ganze Turm mit einer neuen Farbfassung versehen. Zwei verschieden helle Grautöne betonen die Struktur der Turmoberfläche. Außerdem wurden die große Eingangstür und die Sakristeitür aufgearbeitet. 

Noch im Dezember 2009 wurde das Fundament der Kirche freigelegt, um das Mauerwerk abtrocknen zu lassen und gegen Feuchtigkeit abzudichten. Wegen des schneereichen Winters konnten die Arbeiten erst im März 2010 fertiggestellt werden.

Gleichzeitig wurden die Kirchenschifffenster in einer Glaswerkstatt aufgearbeitet und die Chorfenster mit Klarglasscheiben versehen. Diese Fenster sollen von einem Künstler oder einer Künstlerin neu gestaltet werden.

Bisher waren die Fenster in der Apsis mit einer industriell hergestellten „Wickelware“ ausgestattet. Sie stammten vermutlich aus den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts und waren den schwierigen Bedingungen der damaligen Zeit geschuldet.